Ich hätte nicht gedacht, dass der Tag noch skurriler werden
könnte.
Unser Tun (das Aufbrechen der Gefängniszelle der Elfe) rief
eine Gefolgschaft Feenkreaturen hierher. Ihr Anführer, ein auf einer Kampfkatze
reitender, handgroßer Feenlord, erklärte, man wolle die Verbrecherin wieder
einsperren. Der Inquisitor entschied sich für eine diplomatische Lösung,
offenbar traute er uns nicht zu die Anwesenheit von den beiden großen, grauen
Trollen ohne Schaden zu überstehen. Was mich wirklich erstaunte war der
Gleichmut und die Ruhe, die der Inquisitor in der Situation beibehalten konnte.
Ich bin sicher mein ungläubiges Entsetzen dieser Szene gegenüber spiegelte sich
auf allen meinen Zügen wieder. Zwei Trolle, die gewaltbereit und tumb zu uns
hinunterstierten, ein Kater in einer Kampfrüstung, als Reiter einen alternden
Feenlord. Eine kleine Elfe und ein düsterer Gesell mit Kutte. Eine Szene aus einem Märchenbuch, aber sicher
keine aus dem echten Leben. Der Feenlord bestand darauf Zugang zur Gefangenen
zu bekommen, aber der Inquisitor ging in harte Verhandlungen über…. Feenstaub…
2 Fingerhut vielleicht. Ich muss ja nicht alles verstehen…. Am Ende konnte er
die Kreaturen überzeugen die Frau fortzuschaffen. Ich werde beten, dass das
Vertrauen, das der Inquisitor in diese Wesen setzt berechtigt ist.
P.S.: Es sind noch zwei weitere seltsame Dinge an diesem
Abend passiert. Über das eine werde ich noch schweigen und beobachten, was das
alles zu bedeuten hat. Manchmal fehlt auch mir der Mut mich etwas zu stellen.
Von dem anderen muss berichtet werden: Mit einiger
Genugtuung stellte ich fest, dass ich den Kreaturen selbst scheinbar ein Rätsel
war, das sie gerne gelöst hätten. Einem der Wesen (der Kreatur unter der Kutte)
war aufgefallen, dass wir das Gefängnis nicht mit mondänen Mitteln zerstört
hatten. Es gab mir eine tiefe Befriedigung ihn darüber weiterhin im Dunkeln zu
lassen. Warum auch immer, ließ ich mich aber auf einen Handel ein, der offene
Spionage meiner Person (und wahrscheinlich uns allen) beinhaltet. Dafür habe
ich jetzt einen Kater in meinem Dienst (für ein Jahr und einen Tag, weiterhin
wie im Märchen). Er kann sprechen (und ist schön flauschig) und möchte
regelmäßig Milch haben. Ich mag Katzen. Also ein guter Deal, auch wenn die
Sache mit dem Sprechen anhaltend irritierend ist.
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